Montag, 14. September 2026 // 19 Uhr // Literarische Begegnung mit Charlotte Gneuß: ‚Gittersee‘ // CCFA // (Lesung auf Deutsch / Gespräch auf Französisch)

Anlässlich der Veröffentlichung der französischen Übersetzung ihres Romans ‚Gittersee‘ unter dem Titel ‚Les jeux heureux de l’enfance‚ im Verlag Les Argonautes laädt das CCFA zu einer Begegnung mit der deutschen Autorin Charlotte Gneuß ein.

1976, im Dresdner Vorort Gittersee: Karin ist 16 Jahre alt, hütet ihre kleine Schwester und hilft der renitenten Großmutter im Haushalt, die ihrer Zeit als Blitzmädel hinterhertrauert, und ihre Eltern träumen von einem anderen Leben. 

Aufgehoben fühlt sich Karin bei ihrer Freundin Marie, dem einzigen Mädchen in der Klasse, das später nicht etwas machen, sondern etwas werden will: die erste Frau auf dem Mond. Und Karin ist verliebt: in ihren Freund Paul, der gerne Künstler wäre, aber im Schacht bei der Wismut arbeitet.

Aber als Paul zu einem Ausflug aufbricht und nicht mehr zurückkommt, wird Karin von der Stasi verhört. Die junge Frau gerät in ein System der Überwachung und Verdächtigungen, in der jede Entscheidung ihr Schicksal verändern kann. 

Gittersee‚ ist ein lebendiges Panorama der DDR, ebenso intim wie universell, das uns in eine vergangene Welt eintauchen lässt, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind.

Charlotte Gneuß (geb. 1992 in Ludwigsburg) studierte Soziale Arbeit, Literarisches und Szenisches Schreiben. Sie ist als Autorin, Gastautorin bei ZEIT Online und Herausgeberin der Anthologie Glückwunsch tätig. Ihr Debütroman Gittersee war für den Deutschen Buchpreis 2023 nominiert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. In ihrem eindringlichen Roman, der derzeit in ein Dutzend Sprachen übersetzt wird, offenbart Charlotte Gneuß ein erzählerisches Talent von bemerkenswerter Sensibilität und Kraft.

Inscriptions

Autorin Charlotte Gneuss fotografiert von Alena Schmick im Auftrag von S. Fischer Verlag